Aber der Blick war immer auf die Hunde gerichtet. Mein Gott was habe ich die ehrliche und überschwängliche Begrüßung dieser Rasse vermisst. Sofort waren Sie da, die Erinnerungen an Bonzo, Zandor und Vicco.
Nach einem wunderschönen Tag stand für Heike fest: "Wir schlafen eine Nacht darüber und morgen telefonieren wir" und wir fuhren zurück nach Norderstedt. Auf der Rückfahrt gab´s natürlich nur ein Thema: Die Hunde von Heike und Holger Ziegler. ....“und hast du gesehen, Kara die Mutter oh war die niedlich und Anona –oh gott- die könnt ich klauen aber auch Kristall allerliebst“. Aber da war ja Ambi, der Hauptgrund unseres Besuches. Der oder Keiner!
Der nächste Morgen, das Telefonat und .... Ja, wir können Ihn haben wenn wir noch wollen. Wenn wir noch wollen ......... Na Logo wollen wir. Am Neujahrsmorgen fuhren wir wieder nach Aurich. Nachdem die Formalitäten erledigt waren, fuhren wir mit Ambi nach Norderstedt. Ambi machte es uns mehr als leicht. Die Welpenstunde bei der Gruppe Hamburg besuchten wir von nun an jeden Samstag. Alles wurde irgendwie Anders. Wir traten dem Boxer-Klub bei und von nun trainierten wir Fährte, Unterordnung und Schutzdienst kurz: VPG.
In der Gruppe Norderstedt lernte ich den langjährigen Ausbildungswart Udo S. kennen! Er war es, der mich ermutigte nicht nur zu lernen sondern auch zu lehren. Udo war für mich als junger Hundeführer / Ausbildungswart ein Glücksfall! Bei jedem Übungstag war er da und beobachte die Ausbildung. Nach dem Training haben wir uns ausgetauscht und versuchten einige Dinge besser zu machen. Ambi machte Vorschritte und die VPG 1 konnte mit Erfolg bestanden werden. An dieser Stelle Danke an den Helfer Stefan E., der mit mir bei jedem Schutzdienst zur Seite stand. Durch Ambi´s Kreuzbandriss war es dann vorbei mit VPG Sport. Wir konzentrierten uns auf die Fährte und nahmen an vielen Prüfungen teil. Unser größter Erfolg war die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft der Fährtenhunde in Zschepkau. Ein 13ter Platz mit 90 Punkten ist für uns am Ende herausgekommen.
Aber auch die tollen Wochenenden im Herbst beim Nordsee-Cup, ein Einladungspokal, in netter Runde mit vielen "Boxerverrückten" war immer eine Reise wert. Mein ganzer Dank geht an Heike Ziegler, dass sie mir einen so tollen Hund anvertraut hat. Er besitzt ein grenzenloses Vertrauen und nichts nahm und nimmt er mir übel. Weder meine Unerfahrenheit oder die Tatsache, dass er beim Tierarzt schwere Operationen über sich ergehen lassen musste. Danke mein "Digga" für all die schönen Augenblicke und das Besondere zwischen uns.
Wieder im Dezember eine E-Mail von Heike Ziegler: Kara vom Ostertor bekommt Welpen. "Oh vielleicht ein kleines Boxermädchen für Ambi" sagte ich und im Februar waren sechs Mädchen im Zwinger von Jeropia geboren. Drei Wochen später wieder ein Besuch in Aurich. Die kleine Verrückte mit dem besonderen Charme sollte es sein. Gesagt, getan: Bijou zog bei uns ein. Bijou war ein kleiner Wirbelwind. Ein ums Andere mal wurde zusammen mit Ambi das Wohnzimmer neu dekoriert oder die Küche um- und auf den Kopf gestellt. In der Ausbildung machte Bijou viel Freude. VPG 3 und FH2 heißen Ihre Ausbildungskennzeichen. Bei meiner Boxerliebe wurde mit dieser Traumhündin Zwingerschutz beantragt. Jetzt brauchten wir einen Zwinger-Namen. Mit meinem Geburtsort Hamburg sollte er zu tun haben. Hamburg, das Tor zur Welt!!! Und wie kommen die Norderstedter dort hin ...... über die Alsterkrugchaussee. Ein wenig Geschichte im Internet über den "Alsterkrug" gelesen und der Name musste „vom Alsterkrug“ heißen.
2006 war es dann soweit! Bruce-Lee von den Chatos war der Auserwählte und 65 Tage später war Bijou Mutter von 8 Welpen. Die Aufzucht der Welpen machte uns sehr viel Freude und besonders Ambi als "Papa" war toll. Mit seiner Ausgeglichenheit, Gutmütigkeit und Ruhe stand er zwischen dem verrückten Haufen und Nichts, aber auch wirklich Nichts veranlasste ihn, die Welpen erziehen. Ein Blick von ihm reichte vollkommen, um Respekt zu erhalten.
2007 der Vater des B-Wurf’s wurde der Multi-Champion Future vom German Dream. Sieben Welpen hat Bijou zur Welt gebracht und wie bereits im A-Wurf hat sie ihre Welpen fantastisch aufgezogen.
2008 ging die Fahrt zu Al-Capone von den Busch und wieder kamen sieben Boxerbaby´s und darunter eine gestromte Hündin. Es war klar, es sollte Bijou´s letzter Wurf gewesen sein und die Hündin aus  dem Wurf hatte mir angetan. Chandra sollte sie heißen und wohnt seit Ihrer ersten Sekunde bei uns. Wer sie kennt weiß, was das Besondere an ihr ist! Mein Puppsie weiß genau was sie will und mit ihrem Charme bekommt sie es auch.

2012 nach dem Umzug ist das Haus so wie wir es zum Züchten brauchen. Die Welpen haben im Garten bei schönen Wetter einen großen Auslauf mit geräumiger Hütte. In der Nacht und bei schlechten Wetter sind die Welpen im Haus untergebracht. Nach einigen persönlichen Enttäuschungen und einer Pause von fast 4 Jahren haben wir entschieden das wir mit unserer Chandra einen Wurf machen wollen. Die Reise ging zu Jannis vom Godewind 4 Rüden und 1 Mädchen hat Chandra das Leben geschenkt. Als meine Liebste erklärte auch Hundesport betreiben zu wollen, war es klar das ein Rüde bleibt. "Digger" sollte es sein von Geburt an war Sie in ihm vernarrt und so haben wir jetzt einen gelben Boxerrüden . 
Es war im Oktober 2012 die beiden Rüden sind ein Herz und eine Seele. Es sind wundervolle Tage die beiden schlafen gemeinsam im Körbchen und Ambi teilt sogar einige Spielsachen mit Ihm. Eine schöne Zeit, aber wo Licht da ist auch Schatten. Ambi schläft viel das toben mit Digger schafft ihn, hält ihn aber auch ein wenig Fit. Er kann doch nicht zulassen das unser kleiner Scheisser macht was er will . Mitte Oktober Ambi mag nicht aufstehen nur Gassi gehen geht noch. Eine Runde durch sein Revier und dann fressen und wieder schlafen. Aber am nächsten Tag wieder mit dem jungen Hüpfer mithalten wollen. Am 23.10. dann der "Tag" man weiß es von Anfang an dieser Tag wird kommen . Aber wenn er gekommen ist es zu früh doch man ist es seinen treuen Freund schuldig ihn nicht leiden zulassen.

Ambi wollte morgens nicht mehr aufstehen er war müde genau wie die Tage zuvor nur er ging heute nicht mal in den Garten. Ich habe ihn zum lösen nach draußen getragen und dann wieder zurück in seinen Korb. Digger schläft bei ihm. Wie sagt man so schön die Hoffnung stirbt zuletzt. Am Abend sind wir in die Tierklinik gefahren. Wir warten mit unseren Dicken im Wagen bis wir dran sind. Ich trage ihn rein und es wird offen geredet. " Wir können ihn vielleicht eine Woche mit Spritzen am Leben halten" sagte unserer Arzt. Nein das werde ich nicht tun das hat mein treuer Freund nicht verdient. Die Milz war auf ein vielfaches angewachsen und drohte zu platzen. In meinen Armen spürte ich noch einmal seinen Herzschlag und sein wundervolles schnauffen beim Ausatmen. Ambi lebt nicht mehr aber in meinen Herzen wird er weiter Leben so wie er war ein wundervoller Begleiter. Wenn man daran glaubt das es für jeden nur einen besonderen Hund im Leben gibt. Dann habe ich meinen 10,5 Jahre haben dürfen und es war eine wunderschöne Zeit.

Mach es gut mein Dicker komm gut über die Regenbogenbrücke und hab da eine schöne Zeit. Du warst besonders und  hast einen riesigen Platz in meinen Herzen.  Du hattest doch noch soviele Aufgaben zu erledigen. Digger lernt jetzt von den Mädchen. Wie soll aus dem ein echter Rüde werden? Wenn er Pipi wie ein Mädchen macht. Wer erzieht die Welpen?

Wir vermissen dich und ganz besonders Bijou leidet.